Erika Oberli ist die neue Gemeindepräsidentin
Erika Oberli-Gut heisst die neue Gemeindepräsidentin von Alberswil. Sie wurde in stiller Wahl gewählt. Erika Oberli ist 49 Jahre alt, verheiratet und Mutter zwei erwachsener Töchter. Sie tritt per 1. Januar 2011 die Nachfolge von Beatrice Limacher an, die aus beruflichen Gründen nach zehnjähriger Tätigkeit demissionierte.
   
   



Attraktivität von Alberswil als Wohnort
Weshalb ziehen Haushalte aus Alberswil weg und andere lassen sich hier nieder? Was bewegt Personen dazu, innerhalb unserer Gemeinde die Wohnsituation zu wechseln? Welche Kriterien beeinflussen die Wahl des Wohnobjektes? Simple Fragen, die für die Erarbeitung der Gemeindestrategie wichtig sind, jedoch bislang noch nicht systematisch beantwortet wurden. Dies soll sich nun ändern. Die Gemeinde Alberswil beteiligt sich mit 86 anderen Gemeinden aus dem Kanton Luzern und der Region Zofingen, der Luzerner Wirtschaftsförderung und weiteren Vertretern aus der Wirtschaft am Projekt Wohnpräferenzen der Hochschule Luzern - Wirtschaft. Ziel ist es, ein System zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen zu entwickeln und die Resultate von Alberswil mit den andern Gemeinden im Standortwettbewerb vergleichen zu können.
 
Erste Resultate im Frühling 2011
Die Daten werden ab dem 1. Juli 2010 mittels Befragung der um-, zu- und wegziehenden Haushalte erhoben. Diese sollen unter anderem Angaben zu ihrem Haushaltstyp, zur Ausbildung und zum Arbeitsort machen, sowie die Gründe nennen, weshalb sie sich bei der Wahl des Wohnorts für Alberswil entschieden haben bzw. weshalb sie wegziehen.
Gerechnet wird, dass mehrere tausend Personen an der Befragung teilnehmen. Die Informationen werden von der Hochschule Luzern - Wirtschaft ausgewertet. Die ersten Ergebnisse werden im Frühling 2011 vorliegen, die zweite Auswertung ist bis Ende 2011 geplant.
 
Unterstützung von Bund und Privatwirtschaft
Schweizweit gibt es kein ähnlich umfassendes Erhebungs-, Vergleichs- und Früher­kennungsverfahren der Wohnpräferenzen der Haushalte. Deshalb wird es von der Förder­agentur für Innovation KTI des Bundes unterstützt. Sie zahlt knapp die Hälfte - 240 000 Franken - der Kosten. Den Rest übernehmen vor allem der Kanton Luzern, Vertreter aus der Privatwirtschaft und die beteiligten Gemeinden in Form von Arbeitsleistungen. Ohne die Hilfe der Gemeinden und des Kantons wäre das Projekt nicht möglich.
 
Aussagen für die Gemeindeentwicklung
Ob die Entwicklung von Alberswil mit den strategischen Massnahmen des Gemeinderates zu tun hat, darüber kann man bislang nur mutmassen. Durch die Projektresultate verspricht sich der Gemeinderat herauszufinden, welche strategischen Punkte ausschlaggebend waren und welche Verbesserungen noch angegangen werden müssen. Zudem ist es für den Gemeinderat auch sehr interessant zu erfahren, was die Gemeinde Alberswil im Vergleich zu andern Gemeinden besonders attraktiv macht. Die Aussagen der wegziehenden Bevölkerung sollen Schwachpunkte der Gemeinde aufdecken und Aufschlüsse über fehlende Angebote geben.
 
Blick in die Zukunft
Die Projektverantwortlichen haben Grosses vor. Wenn das Projekt Erfolg hat, möchte man es auf andere Kantone oder gar die ganze Schweiz ausweiten. In diesem Fall sollen die Erhebungen gewerbsmässig durchgeführt und die erhobenen Daten kommerziell verwertet werden.



Aktuelle Ausgabe Alberswiler Blättli

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